14. April 2020

Lenni Janssen x Skateboard Olympia 2021

Original Stories
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by Das Department.

Für den amtierenden deutschen Skateboard-Vizemeister ist das Leben ein Brett: Lenni Janssen gilt mit seinen 19 Jahren als einer der großen Hoffnungsträger im deutschen Skateboard-Kader für die Olympiade 2021.

Lenni stand schon mit vier Jahren auf dem Board. „Wann immer ich konnte, bin ich gefahren, statt zu laufen.“ Das Besondere wenn man Lenni heute auf dem Board sieht? Er ist in jeder Situation gelassen. Egal wie hoch er fliegt, egal wieviel Anspannung und Präzision in seinem Körper bei der Durchführung eines „Pop Shov-it Tail Grabs“ herrscht. Seine Landung ist federleicht, sein Gesichtsausdruck eine gesunde Mischung aus Konzentration und Gelassenheit. Lenni und sein Board bilden eine Symbiose, auch wenn er das selbst nie so ausdrücken würde: „Wer jeden Monat ein neues Board verschleisst, der hat einfach kein Lieblingsboard.“ Funktioniert etwas nicht, wird einfach wieder aufgestanden. „Das gehört beim Skateboarden nunmal dazu. Scheitern, wieder aufstehen und nochmal probieren. Bis es klappt.“ 

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Skateboarden feiert (gemeinsam mit vier weiteren Sportarten) 2021 in Tokio seine Olympia-Premiere. Für die Skateboarding-Szene selbst ist Olympia jedoch ein umstrittenes Thema: Viele Skater befürchten, dass das Gefühl von Freiheit im urbanen Raum im Wettkampf, um Medaillen und Anerkennung verloren geht. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Thomas Bach erhofft sich mit der neuen Disziplin wieder mehr und vor allem junge Leute vor den Bildschirmen zu locken. 

Lenni und seine Mitstreiter sehen in der Versportlichung des Skateboardings eine große Chance auf der internationalen Bühnen. „Die Vorteile liegen auf der Hand: Weltweite Akzeptanz als Sportart und dadurch noch mehr Popularität, was gleichzeitig mehr Nachwuchs und mehr Skateparks bedeuten würde!“ – so Lenni.
 

Um 2021 nach Tokio reisen zu können, muss sich Lenni auf verschiedenen Contests qualifizieren, die Teil des WorldSkate sind. Für jene Qualifikationsturniere reist Lenni um die Welt: In LA, Nanjing, Sao Paolo und Rio traf Lenni bereits auf die Elite der Szene und steht aktuell in der Weltrangliste auf Platz 47 in der Disziplin „Park“.

„Wer jeden Monat ein neues Board verbraucht, der hat einfach kein Lieblingsboard.“

„LA war bislang mein Favorit. Sonne, die Stimmung, der Skatepark in Long Beach – alles hat gestimmt.“

Vor kurzem wurde bekannt, dass nicht nur Olympia, sondern auch die vier übrigen Qualifikationsturniere in Lima, Yangcheng, nochmal Long Beach und Nanjing auf 2021 verlegt wurden.
„Solange die Parks aufgrund von Corona geschlossen bleiben, halte ich mich mit Workouts im Garten fit. Und sooft ich kann, skate ich eben auf der Straße.“

Seit Sommer 2019 ist die Department Filmproduktion einer der Hauptsponsoren des jungen Düsseldorfers und unterstützt Lenni auf seinem Weg nach Tokio.  Um die außergewöhnliche Kooperation zu besiegeln, wurde im November ein gemeinsames Video gedreht – extreme Körperbeherrschung und Geschwindigkeit trifft auf visuelle Bildgewalt und mitreißende Musik. 

„Meine üblichen Skatevideos setzen den Fokus auf die Vielfalt von Tricks. Hier aber haben wir auf die Qualität gesetzt.“

Zwei Nächte lang wurde in Dortmund und Aurich gedreht. Neben der Alexa Mini kam auch eine Phantom Highspeed-Kamera zum Einsatz, die mit ihren 800 Bildern pro Sekunde jeden Sprung fast zum Stillstand brachte.

„Das waren zwei richtig harte Nächte an geilen Locations.“ resümiert er stolz. Das Ergebnis „ist anders als üblich“, so Lenni, „aber das macht’s so wertvoll.“ Ob er sich bei Olympia qualifizieren wird, ist noch ungewiss. Aber Lenni sieht es entspannt:

„Ich werde bei den übrigen Quali-Events weiter mein Bestes geben. Wenn es klappt, würde ich mich mega freuen. Falls nicht, dann probier ich es einfach nochmal.“

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© Eine Department Filmproduktion.

Regie: Marvin Litwak
DOP: Chris Baur
Produktionsleitung: Lennart Schwabe
Produktionsassistent: Christian Steimel
Darsteller: Lenni Janssen
Sound: Kai Czerwonka & Max Walter 
Licht:  Frederik Jäger & Basti Deitermann
Postproduktion: Adrian Kattwinkel
Sounddesign: Kai Czerwonka

Besonderer Dank: CineOne.tv Kameraverleih, Spottlight Filmlicht,
Pille Filmgeräteverleih, Skatehalle Aurich &
DSW21

Text: Marvin Litwak

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